Der Zuchtbetrieb – so wachsen unsere Pferde auf
Großzügige Raumeinteilung, moderne Technik
Videos: Fohlenschule am Artnerhof
Da der Stall am Artnerhof nicht adaptiert, sondern neu errichtet wurde, haben wir die Chance genützt, ein modernes Gebäude zu entwerfen, das allen Anforderungen einer hochqualitativen Pferdezucht genügt. So sind unsere Abfohlboxen mit 17m² sehr groß bemessen. Es gibt für jede westseitige Box 2 große Außenfenster zum Innenhof sowie Sandpaddocks vor den ostseitigen Boxen. Der Stall verfügt über eine eigene Entmistungsanlage, die dazu beiträgt, die Boxen auf möglichst kräfteschonende Weise sauber und trocken zu halten. Der Mist wird gehäckselt und sehr zur Freude unserer wühlwütigen Schweine auf deren Weide ausgeführt.
Große aufklappbare Gitter (1,20m breit) zur breiten Stallgasse ermöglichen den Pferden den nötigen Sozialkontakt zu den Betreuern aber sie bieten den Stuten und ihren neugeborenen Fohlen auch die nötige Sicherheit vor äußeren Störungen (Gitter werden dann geschlossen).
Für Tierarzt und Hufschmied gibt es einen eigens angelegten Untersuchungsstand bzw. Anhängevorrichtungen, die allen Beteiligten die Eingriffe so angenehm wie möglich machen sollen.
Weitere Akzente um einen möglichst verletzungssicheren Stallalltag zu gewährleisten:Elastische Anhängevorrichtungen in jeder Box, schwenkbare Boxenwände, um den Jungpferden größere Boxen anbieten zu können und alle Stalltore verfügen über große Fenster, um zusätzlich so viel Tageslicht wie möglich in den Stall zu lassen, größenvariabler Paddockbereich für die Jungpferde, verletzungsminimierende geschnittene Förderbandstreifen als Weidenbegrenzung, rutschfester Granitsteinboden auf der Stallgasse, große Metallringe um die Tränken in den Boxen, verletzungs- und ausbruchssichere Boxentürgriffe mit zusätzlicher Nachtsicherung, Muschelgriffe bei allen Türen im Pferdetrakt, magnetische Türhalterungen um das Verletzungsrisiko weiter zu minimieren...
Künstliche Besamung
Um der Stute mit Fohlen bei Fuß den Streßfaktor einer Fahrt zum besamenden Tierarzt zu ersparen, war für uns von Anfang klar, daß wir einen Besamungsstand brauchen werden. Denn im Frühjahr beginnt das Spiel von Neuem und das Besamen der Stuten geht wieder los: Nimmt die Stute auf? Bleibt sie tragend? Wie wird das Fohlen werden?
Wir bemühen uns sehr den Stuten ein angenehmes Umfeld zu schaffen, in dem das Gewohnheitstier Pferd in einem ruhigen und routinemäßigen Alltag Sicherheit und Vertrauen gewinnt.
Sobald die Stuten besamt sind, kontrollieren wir nach 18 Tagen, ob eine Trächtigkeit vorliegt. Ist das der Fall, machen wir eine zweite Untersuchung zwischen dem 90. und 100. Trächtigkeitstag. Sollten Zweifel aufkommen, ob mit der Trächtigkeit alles in Ordnung ist, wird die Stute in kurzfristigen Intervallen untersucht und nötigenfalls medizinisch behandelt.
Viel Sonne, ausgedehnte Weidegänge von morgens bis abends, bestes Futter und natürlich das Quäntchen Glück gehört dazu, daß nach 11 Monaten ein nasses, zerknittertes aber enorm vitales Fohlen das Licht der Welt erblickt.
Staubfrei und mehrmals täglich füttern
Die Fütterung des Kraftfutters erfolgt in kleinen Portionen mehrmals täglich zusätzlich zu den Hauptfutterzeiten (morgens, mittags, abends). Die Pferde erhalten eine spezielle Hafer-Getreide-Mischung und für den jeweiligen Bedarf diverse Müslisorten. Wir verabreichen den Fohlen und Zuchtstuten zusätzlich Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in pastenform direkt ins Maul oder flüssig zum Futter, damit sie optimal versorgt sind. Heu und Stroh werden getrennt vom Pferdetrakt besonders staubarm mittels eines Staplers vom Heuboden gehoben. Auch das schont die Pferdelungen.
Gefahrloser Weidegang - bei jedem Wetter
Der Stall ist so angelegt, dass die breite Stallgasse gefahrlos ins Freie führt und die Pferde auf gut befestigten Wegen die Weiden erreichen können. Knapp 4 Hektar Wiesenweiden stehen den Pferden rund um den Stall zur Verfügung. Bei Schlechtwetter gibt es Regenkoppeln sowie einen Sandplatz. Unsere Fohlen gehen ab dem ersten Tag nach der Geburt mit ihren Müttern auf die Weide, allerdings nur tagsüber. Nach dem Absetzen bringen wir sie nach Deutschland auf die Betriebe befreundeter Züchter. Dort können sie auf riesigen Weiden ihr Jungpferdeleben genießen, bevor es in die Ausbildung geht.
Stallalltag am Hof
Tägliches Abmisten aller beweideten Wiesenflächen, tägliche Reinigung und Funktionskontrolle der Weidetränken, zweimal tägliches Misten der Boxen, wöchentliche Reinigung von Trögen und Tränken, Komplettreinigung des gesamten Stalles einmal pro Monat, schriftliche Aufzeichnung sämtlicher Vorkommnisse rund um die Pferde mittels ausgearbeiteter Protokolle, Futterpläne für jedes Monat für jedes Pferd, tägliche Pferdepflege von Stuten, Fohlen und Jungpferden, individuelle Betreuung jeder Zuchtstute und ihres Fohlens, monatliche Entwurmung aller Fohlen bis zum Absetzen mit verschiedenen Wirkstoffen, Jungpferde werden alle 2 Monate, die Zuchtstuten alle 3 Monate und zusätzlich am Tag der Geburt entwurmt, Fohlenschule vom ersten Lebenstag, Führübungen mit Stute und Fohlen inkl. Verladetraining , Bewegungstraining der Stuten nach dem Absetzen bis zur nächsten Geburt, Heu so viel wie beliebt, dreimal tägliche Kraftfuttergabe im Frühjahr und Sommer während der Laktationsphase, zweimal tägliches Füttern mit Kraftfutter während der Herbst- und Winterzeit...Die Liste ließe sich noch beliebig weiter führen.
Wir bemühen uns jedenfalls sehr unseren Pferden ein behagliches Zuhause zu bieten.




















