Wildrosenhybriden

 

Wildrosenhybriden - Bestandsliste

Pink Grootendorst, Rosa rugosa Hybride
Pink Grootendorst, Rosa rugosa-Hybride
Alchymist, Rosa rubiginosa Hybride
Alchymist, Rosa rubiginosa-Hybride
Hansa, Rosa rugosa Hybride
Hansa, Rosa rugosa-Hybride
Penelope, Moschata Hybride
Penelope, Rosa moschata-Hybride
Bobby James, Rosa multiflora-Hybride
Bobby James, Rosa multiflora-Hybride

 

Die Gruppe der Wildrosen-Hybriden haben wir am Artnerhof eingeführt, um alle Rosen darin aufzunehmen, deren "Eltern" oder zumindest die nahen „Verwandten" Wildrosen sind. Genau betrachtet müßte man sie auch in die Gruppe der „Modernen Rosen“ einordnen, oder zumindest zwischen den „Naturnahen Hybriden“, „Arthybriden“ und tatsächlichen Züchtungen unterscheiden. Das Einführungsjahr und die Verwendung der China Rose müßten bei diesen Rosen, was die Systematik betrifft, dann auch in betracht gezogen werden. All das würde unsere Übersicht aber weniger klar machen – daher haben wir uns für diese Einordnung entschieden.

Die Wildrosenhybriden werden weiters in 16 Untergruppen eingeteilt:

  1. Rosa arvensis-Hybriden
  2. Rosa canina-Hybriden
  3. Rosa filipes-Hybriden
  4. Rosa macrophylla-Hybriden
  5. Rosa moschata-Hybriden
  6. Rosa moyesii-Hybriden
  7. Rosa multiflora-Hybriden
  8. Rosa pimpinellifolia-Hybriden
  9. Rosa rubiginosa-Hybriden
  10. Rosa rugosa-Hybriden
  11. Rosa sempervirens-Hybriden
  12. Rosa soulieana-Hybriden
  13. Rosa vosagiaca-Hybriden
  14. Rosa wichuraiana-Hybriden
  15. Rosa xanthina-Hybriden
  16. Rosa helenae-Hybriden
  17. Rosa rubrifolia Hybriden
  18. Rosa pendulina Hybriden

Klicken Sie auf Wildrosenhybriden - Bestandsliste, um in die Beschreibung und Auflistung der dort eingeordneten Rosen zu gelangen!

Die Wildrosenhybriden sind entweder aus einer Kreuzung von unterschiedlichen Wildrosen entstanden, die wiederum natürlich oder willkürlich erfolgt sein kann,  oder sie sind Kreuzungen (Hybriden) von Rosen, die sehr nahe mit Wildrosen verwandt sind und den Wildrosencharakter behalten haben. Leider hat besonders die Gesundheit einiger Hybriden vor allem durch die Einkreuzung krankheitsanfälliger Rosen stark gelitten.

Frau Dagmar Hastrup, Rosa rugosa-Hybride
Frau Dagmar Hastrup, Rosa rugosa-Hybride
Moje Hammarberg, Rosa rugosa-Hybride
Moje Hammarberg, Rosa rugosa-Hybride
Mozart, Rosa moschata-Hybride
Mozart, Rosa moschata-Hybride
Nevada, Rosa moyesii-Hybride
Nevada, Rosa moyesii-Hybride
Rugelda, Rosa rugosa-Hybride
Rugelda, Rosa rugosa-Hybride
Alchymist, Rosa rubiginosa-Hybride
Alchymist, Rosa rubiginosa-Hybride

Diese von mir erfundene Gruppe, ist natürlich botanisch weder anerkannt, noch erhebe ich Anspruch darauf, denn es stellt dies lediglich für mich persönlich eine Möglichkeit dar, sämtliche Rosen, die nicht in die Gruppe der reinen Wildrosen bzw. Wildrosenhybriden im Sinne der Naturkreuzungen  fallen, und auch nicht zu den Alten Rosen oder Englischen Rosen gezählt werden, in einen Bezug zu ihren „wilden“ Vorfahren zu bringen. Dies wäre weniger gut möglich, wenn sie nur in die Gruppe der Modernen Strauchrosen oder Modernen Kletterrosen eingeteilt werden würden, so wie man es sonst in der Literatur findet.

Wildrosenhybriden haben bisweilen keine großen Gemeinsamkeiten mehr mit ihren wilden Vorfahren. So kann es sein, daß sie gefüllte Blüten besitzen und dadurch nicht bestäubt werden können und somit auch keine Hagebutten mehr anlegen und auch öfter blühen oder zumindest remontieren. Der Duft kann, je nachdem welche Rosen eingekreuzt wurden, mehr oder weniger stark ausgeprägt sein, oder auch ganz weg gezüchtet worden sein.

Es gibt allerdings auch einige Sorten, die sehr nach Wildrosen aussehen, und einen sogenannten „Wildrosencharakter“ besitzen, aber schon sehr weit weg von ihren Wildrosen-Vorfahren sind. Andere wiederum sind gerade die F1-Generation und haben von ihrem anderen Elternteil viel mitbekommen, sodaß sie den Wildrosen aus diesem Grund nicht sehr ähneln. 

 

Ich meine, daß diesen Rosen dennoch eine Bedeutung zuzumessen ist, weil sie im Regelfall oft die Gesundheit und Robustheit aber auch Pflegeleichtigkeit ihrer wilden Vorfahren mitbekommen haben und daher gerade für Naturgärten oder Rosenliebhaber geeignet sind, die weniger Zeit und Aufwand in ihre Rosen stecken möchten und sich dennoch an üppig blühenden Sträuchern erfreuen wollen.

Ich schneide diese Rosen gar nicht, höchstens im Frühjahr, um totes Holz zu entfernen und danach im Herbst, wenn ich aufgrund unserer klimatischen Lage Schneebruch befürchte oder einer zu groß geratenen Rose einen kosmetischen Schnitt verpasse. Mehr brauche ich nicht zu tüffteln!

Auch die Behandlung von Mehltau oder Sternrußtau mache ich hin und wieder einmal, wenn der Pilzbefall mir doch zu arg wird. Oft genügt es aber schon den altbekannten „Frühjahrsmehltau“ durch rechtzeitiges und ausgiebiges Wässern der Rosen direkt am Fuß ganz oder zumindest fast ganz verhindern zu können. Natürlich spielt auch das Wetter immer eine wichtige Rolle und regenreiche Sommer, kühles und feuchtes Wetter sind ja nicht die besten Wetterlagen für meine geliebten Rosen. Aber gerade diese Gruppe stört das recht wenig und sammelt, so scheint mir, ihre ganze Kraft für bessere Zeiten um dann wieder so richtig loszulegen.   

 

Alles in allem scheinen die Rosen dieser Gruppe, die ich hier am Hof habe, von einer besonderen Einfachheit und Klarheit zu sein, sodaß sie neben botanischen Rosen aber auch neben Alten Rosen und Modernen Rosen gut ins Erscheinungsbild passen. Jede Rose ist für sich betrachtet schön und neben ihrer Nachbarin eine kontrastreiche Ergänzung.

 

 

 

 

Stanwell Perpetual, Rosa pimpinellifolia, Hybride
Stanwell Perpetual, Rosa pimpinellifolia, Hybride