Wildrosen aus aller Welt
(teilweise aus Wikipedia entnommen)
Wildrosen im Überblick
Der Bergiff Wildrosen stammt aus der Rosenzucht und bezeichnet eine Rosenklasse der nicht gekreuzten Formen der Gattung Rosen (Rosa). Es sind botanische Rosen, d. h. es handelt sich bei ihnen um echte Wildarten. Wildrosen bilden im Allgemeinen Sträucher, die ungefüllte Blüten mit fünf Kronblättern (Petalen) haben. Die Blüten haben zahlreiche Staubgefäße in der Mitte. Aus ihnen entwickeln sich fleischige Hagebutten.
Von den auf etwa 150 geschätzte Zahl der Wildrosenarten stammen fast hundert aus Asien und achtzehn aus Nordamerika. Die übrigen sind in Europa und Afrika beheimatet.
Neben den grundsätzlichen Merkmalen der Wildrosen – ungefüllte Blüten mit fünf Petalen, zahlreiche Staubgefäße und die Entwicklung von Hagebutten – ist das Erscheinungsbild der Wildrosen sehr variabel. Größe und Habitus von Wildrosenarten sind sehr unterschiedlich. In kargen Gebieten gedeihen Wildrosenarten, die gelegentlich nur 15 Zentimeter hoch werden. In manchen Gegenden Asiens, wie in China oder Indien, finden sich dagegen Wildrosenarten wie etwa Rosa gigantea, die als Kletterrosen eine Wuchshöhe von bis zu 30 Metern erreichen können. Daneben finden sich straff aufrechte Sträucher und solche, die durch Ausläufer dichte Dickichte ausbilden.
Einige Gruppen unter den Wildrosen haben eine komplexe Fortpflanzungsweise, durch die eine große Anzahl ähnlicher, aber unterscheidbarer Arten entstehen können. Dies gilt vor allem für die Hunds-Rose. Unter Botanikern ist der Status vieler dieser Pflanzen bezüglich ihrer Einordnung als Rasse, Varietät oder Art häufig umstritten. Auch bei Arten, die eine normalere Fortpflanzung aufweisen, gibt es in Abhängigkeit ihres Wuchsgebietes deutliche Variationen.
Am Arnterhof gibt es derzeit insgesamt 110 Wildrosenpflanzen, die – nach Herkunftskontinent – in vier Gruppen eingeteilt werden: Asien (27), Europa (64), Afrika (1), Amerika (18).
Ein kurzer geschichtlicher Abriss
Schon die Babylonier züchteten und nutzten Rosen und konservierten den Duft ihrer Blüten: sie tauchten die Blütenblätter in Fett und verarbeiteten dieses zu duftenden Salben. In Persien wurde vermutlich die Destillation von Rosenöl erfunden, das auch im antiken Rom bekannt war. Auch in China wurden bereits in früher Zeit Wildrosen kultiviert.
In der Landesgüterverordnung Karls des Großen wurde um 800 n Chr. der Rosenanbau empfohlen, damals nutzte man die Blütenblätter der Rosa gallica 'Officinalis', auch „Apotheker-Rose“, als Mittel zum Gurgeln sowie für Bäder bei schlecht heilenden Wunden und bei entzündeten Augen.
Um 1600 gelangten gelbe Rosen (Fuchs-Rose) aus Asien nach Europa, mit der alle modernen gelben Rosenarten gezüchtet wurden. Eine Rosenzucht in größerem Stil begann jedoch erst, als man durch den Handel mit Asien im späten 18. Jahrhundert in West-Europa chinesische und europäische Rosen miteinander zu kreuzen begann. Bei der Rosenzucht haben vor allem sieben Arten eine große Rolle gespielt – auf sie gehen fast alle Kulturformen der Rosen zurück: Rosa chinensis, Rosa gigantea, Rosa multiflora, Rosa moschata, Rosa fedtschenkoana, Rosa gallica und Rosa foetida. Bei der Rosenzucht der letzten Jahrzehnte hat außerdem die Wildrosenart Rosa rugosa eine größere Rolle gespielt. Durch sie wurden in Kultursorten der Rosen Winterhärte und Krankheitsresistenz eingezüchtet.
Bedeutung der Wildrosen heute
Wildrosen sind besonders für Wildbienen von Bedeutung, die im Frühsommer Pollen sammeln. Daneben nützen über 100 andere Insektenarten die Wildrosen. Im Winter dienen die Hagebutten vielen verschiedenen Säugetierarten und Vögeln als Nahrung. Die dichtwüchsigen Sträucher mit überwiegend stachelbewehrten Zweigen bieten besonders Vögeln Schutz. Als Tee und zu Marmelade verarbeitet werden die köstlichen Hagebutten auch vom Menschen genutzt.







