Die Rosensammlung am Artnerhof
Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere umfangreiche Rosensammlung vorstellen. An die 400 verschiedenen Rosenstöcke wachsen und gedeihen am Areal des Artnerhofes – und die Sammlung wird ständig größer. Der Erhalt dieser zum Teil sehr seltenen, zum Teil auch stark gefährdeten Rosenarten liegt uns besonders am Herzen, sind Rosen doch ein altes Kulturgut und eine besonders symbolträchtige Pflanze.
Tatsächlich hat die Rose die Geschichte der Menschheit wie keine andere Pflanze sowohl positiv wie auch negativ mitgestaltet. Zeitweise als sündig und lasterhaft abgelehnt, dann wieder als Heiligensymbol verehrt, verband sie sehr viel mit den Menschen in den letzten zweitausend Jahren – ungeachtet ihrer Jahrmillionen langen Entwicklungsgeschichte.
Pflege gefährdeter Rosen
Generell ist die Rosenzucht in so vielfältiger Weise mit dem Kreieren von neuen und neuesten Hybriden beschäftigt, daß sich zur Erhaltung der wertvollen Erbsubstanz von Wildrosen, Wildrosenhybriden und Alten Rosensorten ganze Zweckgemeinschaften gebildet haben, die im Interesse der Rosenzucht von unschätzbarem Wert sind. Das Erhalten von seltenem oder sogar gefährdetem Genpotential ist wieder wichtig geworden. Denn letztlich gäbe es keine Modernen Rosen, wären nicht die Alten Rosen und Wildrosen voran gegangen.
Das ist auch der Grund, warum hier am Hof so viele seltene Wildrosen zu finden sind und teilweise auch seltene Alte Rosensorten. Aber jede Pflanze an sich, ob alt oder modern, wild oder gezüchtet, strahlt ihren eigenen unvergleichlichen Reiz aus, der fasziniert, einlädt, kurz innezuhalten, durchzuatmen, und den köstlichen Duft einer Rose zu genießen. Und manche Rosen bezaubern durch ihre Blüte in einem besonderen Augenblick oder zu einer besonderen Tageszeit. Wie auch immer – Rosen faszinieren und ziehen ihre Bewunderer immer wieder auf`s Neue in ihren Bann.
Die Suche nach einem System
Da aufgrund der Rosenentdeckungen vor allem in Asien und Amerika im Laufe der vergangenen Jahrhunderte sehr viele neue Wildrosen in Europa Einzug hielten und andererseits durch die Rosenzüchtung zigtausend neue Rosensorten entstanden sind, mußte man irgendwann einmal anfangen, Rosen aufgrund bestimmter Charakteristika in Gruppen einzuteilen. Solche Klassifizierungen wurden schon im 14. Jh. vorgenommen , wurden aber immer wieder revidiert, erweitert oder gänzlich neu erstellt.
Und damit beginnt dann ein wahres Chaos in der Roseneinteilung, denn neben den Wildrosen gibt es unzählige Züchtungen (Gartenrosen), die mal in die eine und dann wieder in eine andere Gruppe eingeteilt werden, je nachdem, wer die Einteilung vornimmt und in welchem Staat sie gemacht wird. England, Amerika, die EU…es gibt sehr viele Klassifizierungen, die alle ihre Berechtigung haben, aber aufgrund der unterschiedlichen Gesichtspunkte zu ganz anderen Zusammenstellungen führen. Und nicht vergessen darf man natürlich, daß mit den ganzen neuen naturwissenschaftlichen und technischen Errungenschaften auch immer neue Erkenntnisse über Rosen gewonnen werden, die wiederum zu einer Revidierung und Erweiterung einer bestehenden Systematik führen.
Es gibt also keine allgemein gültige und von allen Wissenschaftern anerkannte Systematik.
Möglichkeiten der Rosensystematik
Man kann Rosen nach ihrer Blütenfarbe einteilen oder nach ihrer Wuchshöhe. Man kann sie nach ihrem Verwendungszweck systematisieren oder nach ganz bestimmten Wuchseigenschaften. Sie erhalten dann auch oft geschützte Namen von ihren Züchtern und werden als ganz spezielle Rosensorten meist zusammen mit noch etlichen anderen ihrer Art, sogenannten Reihen, auf den Markt gebracht. Ebenso kann man Rosen auch aufgrund ihrer Wetterfestigkeit einteilen und welche Standorte daher nötig sind, um ein Gedeihen der Pflanze zu ermöglichen.
Spezielle Rosensytematik am Artnerhof
Die hier verwendete Einteilung ist wieder eine eigene Spielart, denn neben den Wildrosen (botanische Rosen) und den gezüchteten Formen (Gartenrosen) gibt es hier noch die große Gruppe der Wildrosenhybriden, die sowohl die Naturhybriden erfaßt (natürliche Kreuzungen von unterschiedlichen Wildrosen durch Bestäubung von Insekten) als auch die mehr oder weniger gezielte Rosenzüchtung auf Basis der Wildrosen selbst oder nahen Wildrosenverwandten.
Diese Gruppe der Wildrosenhybriden geht großzügig mit den unterschiedlichen Wuchsformen, der Verwendung der China-Rosen, Zeit und Ort der Züchtung, sowie auch der Verwendung der Rosen um. Diese Aspekte werden in dieser Gruppe nicht berücksichtigt.
Für die Gartenrosen, die es hier am Hof gibt, werden so wie auch sonst üblich chronologische Aspekte als Kriterium für die Sytematik herangezogen.
I. Wildrosen -
Wildrosen-Übersichtstabelle
II. Wildrosenhybriden -
Wildrosenhybriden-Bestandsliste
III. Gartenrosen
III.1. Alte Rosen
III.1.1. Alte Rosen Klasse I
Alte Rosen Klasse I-Bestandsliste
III.1.2. Alte Rosen Klasse II
Alte Rosen Klasse II-Bestandsliste
III.2. Moderne Rosen
Moderne Rosen-Übersichtstabelle
III.3. Englische Rosen











