Bestandsliste
Alte Rosen - Bestandsliste
Moosrosen - Eine Besonderheit der Zentifolien
Alte Rosen Klasse I
Die Moos-Rose, Rosa × centifolia ‚Muscosa‘ ist eine Mutation der Zentifolie.
Petersilienkrause, grüne Blattauswüchse und die Öldrüsen lassen Kelch und Blütenstiele wie bemoost aussehen. Diese Bemoosung – vor allem der sich öffnenden Knospe – macht für Liebhaber den ganz besondere Reiz dieser alten Rosensorte aus. Das sich klebrig anfühlende Harz duftet sehr würzig, wenn man Blätter und Stiele zwischen den Fingern zerreibt.
Aufgrund der vielen Blütenblätter bilden die Moosrosen keine Hagebutten, jedoch befruchtungsfähige Pollen. Außerdem lassen sie sich leicht durch Stecklinge vermehren, die sich in der Regel rasch bewurzeln.
In früheren Zeiten oft in traditionellen Bauerngärten gepflanzt, findet man sie heute etwas seltener in den Gärten. Von der einstigen Beliebtheit der Moosrosen zeugen noch Malereien auf altem Porzellan.
Moosrosen lassen sich durch ihren auseinanderfallenden Wuchs nicht so leicht in einen „ordentlichen Garten“ einfügen, doch gut als Solitär in den Rasen pflanzen oder im Hintergrund einer Rabatte ziehen. Bei fruchtbarem Boden und luftigem Standort sind Moosrosen selten mehltauanfällig; sie sind resistent gegen Pilzkrankheiten. Obgleich sie ein wenig empfindlich sind, schadet ihnen gelegentlicher schwerer Regen nicht. Fast alle Sorten müssen aufgebunden und die langen Triebe unterstützt werden. Einige Sorten sind durchaus auch für kleinere Gärten geeignet, manche sogar für eine Kübelbepflanzung.
Moosrosen am Artnerhof:

