Englische Rosen

Abraham Darby
Abraham Darby
Apricot parfait
Apricot parfait
Constance Spry
Constance Spry
English Garden
English Garden
Heritage
Heritage
Apricot Parfait
Apricot Parfait
Miss Alice
Miss Alice
Sharifa Asma
Sharifa Asma
Apricot Parfait
Apricot Parfait

Mittlerweile geht der Trend in der Rosenzüchtung wieder zu den Alten Rosen zurück, weil ihr betörender Duft, ihre Blütenform, die Farbpalette, ihr strauchähnlicher Wuchs, und ihre Resistenz gegenüber Krankheiten doch sehr überzeugend sind. Man kreuzte dabei Moderne Rosen (Teehybriden und Floribunda-Rosen) mit Alten Rosen gezielt ein und erweiterte so das Farbspektrum sowie die längere  Blühdauer. Diese Kombination aus dem Besten der beiden Rosengruppen führte letztlich zum Entstehen der Englischen Rosen aber auch vieler anderer großartigen Rosen.

Die Geschichte der Englischen Rose ist eng verknüpft mit dem Namen des englischen Züchters David C. H. Austin. Angeregt wurde er dabei von einer Kopie eines Buches über Alte Rosen von George Bunyard und durch den Rosenzüchter und Freund seines Vaters, James Bak.

 

Form und Blüte

Die Blütenform der Englischen Rosen ist den Blüten der Alten Rosen sehr ähnlich. Es gibt schalenförmige und rosettenförmige Blüten, oft mit vielen kleinen Blütenblättern wie eine Pfingstrose gefüllt.
Englische Rosen haben einen natürlichen, strauchförmigen Wuchs und erreichen ohne Stütze eine Höhe von 1,2 bis 1,5 m. Daneben gibt es auch einige niedrige Sorten, die auch als Beetrosen geeignet sind. Englische Rosen haben ein sehr schönes, buschiges Laub.

 

Zuchtziel: Duft und Charme

Da dem Züchter an den modernen Rosen ganz besonders der Duft fehlte, formulierte er ein besonderes Zuchtziel: „…Züchtungsziel bei den Englischen Rosen war nicht so sehr die Leuchtkraft der Blütenfarbe oder gar die übermäßige Produktion von Blüten, sondern der feine Charme und Duft der einzelnen Blüten.“ Dies kommt auch im Untertitel "Träume in Duft und Farbe", den er seinem Buch "Alte Rosen & Englische Rosen" gegeben hat, zum Ausdruck.


Nach vielen Versuchen gelingt  Austin 1963 mit der Rose 'Constance Spry' die erste Englische Rose, die die gewünschten Eigenschaften in sich vereinigt. Die Eltern von 'Constance Spry' sind die Floribunda-Rose 'Dainty Maid' vom Züchter E.B. Le Grice und die Gallica-Rose 'Bele Isis'. Die 'Constance Spry' wurde von Liebhabern alter Rosen stark beachtet. Austin war aber noch nicht zufrieden, da 'Constance Spry' nur einmal blühte. In aufwendigen weiteren Versuchen, durch Rückkreuzung und Kreuzung mit weiteren Floribunda-Rosen und alten Teehybriden, experimentierte Austin, um diesem Ziel näher zu kommen. So entstand aus einer weiteren Floribunda-Rose von Le Grice 'Dusky Maiden' und der Gallica-Rose 'Tuscany' 1967 die zweite Englische Rose 'Chianti', die aber auch nur einmal blühte.

Da die Rosen noch nicht so robust sind, wie Austin sich das wünscht, holt er auch noch robuste Kletterrosen dazu. 1968 gelingt als dritte Englische Rose 'Shropshire Lass' aus einer Kreuzung der Teehybride 'Madame Butterfly' und der Alba-Rose 'Madame Legras de St. Germain', 'Shropshire Lass' ist eine robuste Rose, deren Strauch bis 2,4 m hoch wird und angebunden als Kletterrose sogar bis 4,5 m. 1969 kommen als vierte und fünfte Englische Rose 'Wife of Bath' und 'Canterbury' hinzu. Im selben Jahr führt Austin den Namen Englische Rose ein und gründet offiziell die Rosenzucht Austin.

 

Der Siegeszug des David Austin

Aber erst 1983 mit den beiden neuen Rosen 'Graham Thomas' und 'Mary Rose' beginnt der Siegeszug der Englischen Rose durch England und die ganze Welt. Etwa zur selben Zeit tritt auch der Botaniker und Rosenspezialist Michael Marriott in die Firma Austin ein; er sorgt für Systematisierung und Qualitätssicherung. Bei etwa 40.000 Kreuzungsversuchen pro Jahr wird dies immer wichtiger.
Jedes Jahr gibt Austin einen Katalog mit seinen Neuheiten, seinen Englischen Rosen und Alten Rosen heraus. Die Ausgabe 2007/8 wird als 35. Ausgabe gezählt (also 35 Jahre nach 'Constance Spry'). Seit einigen Jahren werden die Englischen Rosen in diesem Katalog nach ihrer Abstammung bzw. nach ihren Eltern weiter untergliedert:

1. Hybriden Alter Rosen
Das waren die ursprünglichen Englischen Rosen. Sie haben viel vom Charakter der echten Alten Rosen wie Gallica-Rosen und Damaszener Rosen. Wie bei ihren Eltern sind die Farben zarte Töne von Rosa, Karmesinrot und Purpur. Sie haben einen intensiven Duft. Beispiele für diese Gruppe sind: 'William Shakespeare', Miss Alice, Sharifa Asma, Constance Spry, Windrush

2. Leander-Gruppe
Die Rosen dieser Gruppe ähneln im Charakter etwas mehr den modernen Rosen, und das Spektrum der Farben ist größer als bei der ersten Gruppe. Auch der Duft variiert mehr. Ein Beispiel hierfür ist Abraham Darby.

3. Englische Moschatahybriden
Moschatahybriden sind aus der Kreuzung von Rosen aus der ersten Gruppe mit Noisette-Rosen entstanden. Die meisten dieser Rosen sind von leichterem Wuchs. Die Farben sind zart, in Rosa, Gelb, Apricot und Pfirsich. Der Duft ist sehr unterschiedlich. Beispiele aus dieser Gruppe sind Apricot Parfait, English Garden und Heritage

4. Englische Hybriden der Alba-Rose
Das ist die jüngste Familie der Englischen Rosen. Diese Gruppe hebt sich etwas ab von den übrigen Gruppen, durch den wildrosenähnlichen Wuchs. Wie der Name schon sagt, entstanden diese Rosen durch Kreuzung anderer Englischer Rosen mit Albarosen.

Um genauere Details über Englischen Rosen am Artnerhof zu erhalten, klicken Sie auf die Englische Rosen-Bestandsliste.

English Garden
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