Donnerhall – Der Vererber des 20. Jahrhunderts
Donnerhall wurde 1981 am Hof seines Züchters Otto Gärtner in Ostholstein geboren. Schon bei der Hengstleistungsprüfung, die er 1984 in Adelheidsdorf als Zweitplazierter abschloß war klar, dass dieser Dunkelfuchs allem anderen als einer Durschnittskarriere entgegenblickte. Unter der fachlichen Expertise von Karin Rehbein wurde der junge Hengst vorsichtig im Dressurviereck gefördert – und übertraf alles, was ein Deckhengst jemals an sportlichen Erfolgen erreicht hat. Mannschaftsgoldmedaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften waren ebenfalls auf seinen beispiellosen Einsatz zurückzuführen wie die Einzelerfolge unter Karin Rehbein in der Deutschen Meisterschaft und bei der Weltmeisterschaft in Rom (Einzel-Bronze). Bis ins Alter von 17 Jahren war er ständiges Mitglied des deutschen A-Kaders und bestach durch seine Präzision und konstante Leistung.
Doch auch züchterisch prägte er die deutsche Pferdezucht wie kein anderer Hengst seiner Generation: 47 gekörte Hengste und 34 Staatsprämienstuten sind die Bilanz eines erfolgreichen Zuchtlebens. Viele seiner Kinder sorgten mit Spitzenpreise auf den internationalen Auktionsbühnen für Staunen und lassen bis heute die Herzen von Dressurreitern und Pferdezüchtern höher schlagen. Dunhill, Donnerklang, Donerschlag, Davignon I und II sind nur einige der großen Hengstsöhne, die Donnerhall der Zuchtwelt hinterlassen hat.

