Weitere Informationen über die Landgänse

Märchen wie „Hans im Glück“ und Festtage wie der „Martinitag“ erinnern heute noch daran, dass das Gänsevieh ein fester Bestandteil des mittelalterlichen Lebens war. Bis vor ca. 30 Jahren waren die „Gansllacke“ oder der „Anger“ aus  österreichischen Bauernhöfen nicht wegzudenken – und Heimat der Landgänse.

 

Die Österreichische Landgans ist im Burgenland, Waldviertel aber auch in Gebieten Bayerns heimisch. Ihre Wildform ist die Graugans, der sie ähnlich ist. Beide Geschlechter haben das gleiche Aussehen und sind weiß, grau oder weiß-grau gescheckt.
Bis zum Einsetzen der Massentierhaltung gehörten die Landgänse zum heimischen, bäuerlichen Landschaftsbild. Mit der Konzentration der Emdener Gänse in Zucht- und Massenbetrieben verschwand die Landgans mit ihren typischen Eigenschaften: Robustheit, Leichtfuttrigkeit, Marschfähigkeit und Weidefähigkeit.
Das Zuchtziel sind nicht allzu schwere (4-7kg) Tiere, die vital und ohne große menschliche Fürsorge möglichst zweimal jährlich eine Schar Jungtiere großziehen. Im Unterschied dazu sind die Emdenergänse aufgrund ihres schweren Körpergewichtes nicht mehr in der Lage ihre Eier selbst auszubrüten, zudem wurde ihnen der Bruttrieb weggezüchtet. Leider machen die Emdenergänse bereits 90% der Weltpopulation aus.  Auch hier droht eine  eklatante genetische Verarmung. Daher ist es äußerst wichtig, sich der Restbestände anzunehmen und die Erhaltung der Österreichischen Landgänse zu sichern.

 

Der österreichische Bestand heute umfaßt weniger als 500 Tiere. Dabei sind Landgänse sehr genügsame Tiere und auch von nicht allzu erfahrenen Geflügelfreunden gut zu halten. Nicht zuletzt sind sie auch äußerst wachsame Tiere, die jeden Eindringling bzw. Änderung im Geflügelareal oder Hof durch ein nicht zu überhörendes Geschnatter melden.