Die Damaszener Rosen
Alte Rosen Klasse I
Geschichte
Damaszener Rosen sind wahrscheinlich aus einer Kreuzung von R. gallica mit Rosa moschata (Wildrose aus Asien) entstanden. Dafür sprechen die langen bogig überhängenden Triebe, die bekanntlich als Erbe dieser asiatischen Kletterrosen gelten. Das Remontieren der Herbst-Damascener Rosen wurde als etwas derart Besonderes empfunden, daß es von der Antike bis ins 19. Jahrhundert immer wieder in der Literatur beschrieben wurde. Denn die gängigen Rosen dieser Zeit zeigten zwar eine überreiche Blütenfülle im Frühsommer, für den Rest des Jahres waren sie allerdings nicht mehr als schmucke grüne Sträucher. Verständlich also, dass die Nachblüte der Herbst-Damaszener Rosen eine wahre Sensation bedeutete.
Nach Europa kamen die Damaszener Rosen vermutlich mit den Kreuzrittern des 13. Jahrhunderts.
Verwendung
Damaszener Rosen werden auch heute noch zur Gewinnung von Rosenöl und Rosenwasser verwendet. Die Sorte 'Trigintipetala', synonym 'Kazanlik', wird als "Bulgarische Ölrose" bereits 1689 erwähnt. Ihre überhängenden Blüten sind rosa, halbgefüllt und entfalten einen starken Duft. Sie gehört zu den sommerblühenden Damaszener-Rosen, wächst kräftig, bis 2 m hoch. Die größten Anbaugebiete der Damaszener Rose liegen in Bulgarien. Dort werden ca. 1,5 Tonnen Rosenöl pro Jahr destilliert.
'York and Lancaster', eine weiß-rote Sorte, erinnert an das Ende des sogenannten Rosenkrieges um das englische Königshaus. Im Wappen wurde die weiße Rose des Hauses York, Rosa × alba 'Maxima', über die rote Rose des Hauses Lancaster, Rosa gallica 'Officinalis' gelegt. So entstand die heutige Wappenrose des englischen Königshauses, die Tudor-Rose.
Damaszener Rosen am Artnerhof:



